|
|
|
Lasertechnik
Laserschweißen und Laserlöten sind hochflexible Fügeverfahren, die für Stahl- und Aluminiumwerkstoffe sowohl bei der Fertigung von Nischenfahrzeugen als auch in der Großserie eingesetzt werden. Langfristig wird das Laserfügen eine wesentliche Rolle im Präzisionskarosseriebau spielen und völlig neue Konstruktionsprinzipien ermöglichen.

Karosserie-Laserschweißanlagen werden seit 1994 von ThyssenKrupp Drauz Nothelfer gebaut und in Betrieb genommen. Das Laserschweißen ermöglicht zum einen eine Reduzierung des Fahrzeuggewichtes bei verbesserter Karosseriesteifigkeit und einer verbesserten passiven Sicherheit der Fahrzeuge und zum anderen den Bau kompakter, typ- und nachfolgeflexibler Anlagen.

Lasergelötete Verbindungen sind nacharbeitsfreie Sichtnähte. Zum einen sind damit neue, umformtechnisch nicht herstellbare Stylingmerkmale möglich und zum anderen können unterschiedliche Versionen eines Fahrzeugs hergestellt werden, indem einzelne Bereiche der Außenhaut variiert werden, beispielsweise die unterschiedlichen Kennzeichenträger für den amerikanischen und den europäischen Markt.

Eine besondere Innovation ist der Laserspannkopf (LSK) von ThyssenKrupp Drauz Nothelfer. Durch dieses neue, zum Patent angemeldete System zum Laserschweißen verzinkter Karosseriebleche wird die Anwendungsbreite des Verfahrens erheblich erweitert. Mit Hilfe des LSK können geringe Flanschbreiten unabhängig von Radien- und 3D-Konturverläufen gefügt werden.
Der modulare Aufbau und die spezielle Führung des Laserstrahls ermöglichen das gleichzeitige Spannen und Schweißen der zu verbindenden Teile. Dadurch kann der Vorrichtungsaufwand reduziert werden.
Der Laserspannkopf kann an unterschiedliche Nahtformen angepasst werden. Eine qualitätsgerechte Schweißverbindung bei verzinkten Blechen ist durch die integrierte Entgasungslösung gewährleistet. In Abhängigkeit von Strahlquelle und Werkstoff können Schweißgeschwindigkeiten von bis zu 5 m/min erreicht werden.
|
|
|